Startseite
  Über...
  Archiv
  Gedichte
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Letztes Feedback
   2.10.16 11:40
    Hallo! Auch wenn ich sch
   2.10.16 11:40
    Hallo! Auch wenn ich sch
   2.10.16 13:03
    Vielen Dank Cara es ist
   7.10.16 21:21
    Die Dinge, die du schrei
   7.10.16 21:21
    Die Dinge, die du schrei
   7.10.16 21:21
    Die Dinge, die du schrei



http://myblog.de/assortedvoices

Gratis bloggen bei
myblog.de





Hallo (:

 Ich habe so etwas noch nie gemacht und deshalb weiß ich leider gar nicht genau wie ich beginnen soll..aber eigentlich passt das ganz gut, denn ich weiß auch nicht wirklich wie ich in das Problem geraten bin, das mich nun dazu bewogen hat diesen Blog ins Leben zu rufen. Seit ungefähr einem halben Jahr kämpfe ich nun schon mit einer Essstörung und irgendwie ist einfach kein Ende in Sicht Ich dachte mir, es könnte vielleicht helfen aufzuschreiben wie es mir dabei geht und vielleicht liest das ja sogar jemand der mir helfen kann  

Ich bin jetzt 20 Jahre alt und gerade mit meinem Freund zum Studieren zusammen in eine andere Stadt gezogen. Es ist alles wunderschön hier und ich bin eigentlich echt glücklich. Das einzige Problem ist, dass diese Essstörung mittlerweile so viel von diesem Glück in den Schatten stellt. Jeder Tag hat für mich neue Herausforderungen: Was muss ich essen? Wann muss ich essen? Wie schaff ich es möglichst wenig zu essen ohne meinen Freund unglücklich zu machen? ... Lauter solche Fragen halten mich nachts wach, sodass ich kaum Schlaf finde. Tagsüber kann der Tag noch so schön sein - sobald die kranke Stimme in meinem Kopf sagt ich habe zu viel gegessen, wars das mit der guten Laune. Und leider sagt diese Stimme das mittlerweile jeden Tag. Dabei weiß der gesunde Teil von mir, dass es nicht sein kann, dass ich zu viel gegessen habe, denn ich bin schließlich sehr darauf bedacht bloß nicht mehr als 700 Kalorien am Tag zu essen. Bei dieser Kalorienzufuhr werde ich konstant weiter abnehmen -das haben mir nun schon sämtliche Ärzte gesagt. Aber die kranke Stimme sieht das anders und sie ist diejenige auf die ich hören muss, um einigermaßen glücklich zu sein.
Ich bin 1,67m groß und wiege mittlerweile noch 45,6 Kilo. Damit habe ich innerhalb weniger Monate 10 Kilo abgenommen. Wenn ich das so lese klingt das ziemlich viel, aber wenn ich in den Spiegel schaue sehe ich immernoch das ganze Fett an mir ( Dabei sagt mein Freund ich sei nur noch Haut und Knochen. Mein Hintern den er einst so gern mochte ist in meine Hosen nur noch erahnbar. Meine Brüste die einst Größe D hatten, sind heute für die meisten BHs zu klein. Ich habe das große Glück, dass mein Freund mich so sehr liebt, dass er auch meinen Körper noch liebt und begehrt, aber ich selber hasse mich so sehr. Ich mag nackt gar nicht mehr in den Spiegel schauen.
Alle sagen ich muss dringend zunehmen, aber wie mach ich das wenn ich doch so panische Angst davor habe noch fetter zu werden? Psychologen und Ärzte bei denen ich war glauben nicht daran, dass ich es mit einer ambulaten Therapie schaffe aus der Essstörung rauszukommen, aber ich möchte das unbedingt! Ich habe in der neuen Stadt so ein tolles Leben in Aussicht -einen Studienplatz, eine schöne Wohnung und natürlich den Menschen den ich liebe an meiner Seite. Ich möchte all das nicht für einen stationären Klinikaufenthalt verlieren. Das erste Semester steht vor der Tür und ich möchte allen beweisen, dass ich das kann.
Der Weg aus der Krankheit ist nur so wahnsinnig schwer Jeden Tag aufs Neue sag ich mir: Heute schaffst du es mehr zu essen -Heute machst du alle glücklich! ....Und irgendwie schaff ich es dann doch nicht. Die gesunde Stimme in mir versucht immer wieder sich durchzusetzten, aber die kranke ist einfach zu stark.
Von meinem Hausarzt habe ich nun Fresubin verschrieben bekommen. Ich nenne es FresSubin, weil ich mich damit fühle wie ein Mastschwein dass fresse und fressen muss um fetter und fetter zu werden. Von diesem Zeug soll ich nun jeden Tag 2 Flaschen trinken. Bisher habe ich das noch nicht geschafft, aber ich strenge mich an. Heute habe ich meinen Freund überredet, dass ich statt Fresubin einen Joghurt essen darf. Der Joghurt hatte mir auch zu viele Kalorien, aber wenigstens weniger als FresSubin.
Ich weiß dass ich nicht weiter abnehmen darf, aber ich möchte einfach nicht zunehmen (Also sage ich mir wieder morgen wird der Tag an dem alles anders wird und an dem ich mich mal wieder richtig satt esse. Satt sein ist nämlich etwas das ich nicht mal mehr ansatzweise kenne. Die kranke Stimme liebt es viel zu sehr, dass ich nachts vor Hunger nicht schlafen kann und mein Magen ständig knurrt.

Ich hoffe das hier liest irgendjemand der mir helfen kann. Ich möchte meine Lieben nicht mehr belasten. Ich möchte, dass das aufhört.

 

29.9.16 20:57
 


Werbung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nele (30.9.16 18:42)
gib nicht auf! du klingst als hättest du eine tolle zukunft vor dir! ich würde dir so gerne helfen, kann es aber leider nicht, ausser dir mut zu machen! es soll tolle bücher über diese krankheit geben, vielleicht hilft dir davon eins?

ich wünsche dir alles gute und hoffe auf deinem blog irgendwann zu lesen, dass du es geschaft hast! <3

nele


(1.10.16 16:40)
Dankeschön das ist sehr lieb von dir und muntert mich wirklich auf <3 Ich habe schon zwei Bücher zu dem Thema gelesen, das hat sehr gut getan. Vielleicht versuche ich mich sogar an einem weiteren

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung