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Angst. Mit diesem Gefühl wache ich morgens auf und mit diesem Gefühl schlafe ich abends ein. Angst davor was ich an diesem Tag essen muss und Angst davor was ich an diesem Tag wieder nicht schaffe zu essen. Angst davor was die Waage am nächsten Tag anzeigt und Angst davor was sie am nächsten Tag wohl nicht anzeigt.
Ich schlafe schlecht zur Zeit. Die Angst hält meinen Kopf wach, zwingt ihn nachzudenken, lässt ihn nicht zur Ruhe kommen...Am schlimmsten ist der Hunger der dann noch dazu kommt. Mit knurrendem Magen liege ich im Bett und träume davon lauter leckeres Essen zu essen. Bis sich die Stimme meldet und mich darauf hinweist, dass ich ohnehin noch zu fett bin um soetwas wie Pizza zu essen. Aber träumen darf man doch, oder? Was wäre der Mensch, wenn er nicht träumen darf? Nachts träume ich viel. Sobald ich schlafe werden es allerdings wirre Träume. Träume die mir Angst machen und durch die ich häufig wach werde. Jeden morgen frage ich mich: Wann hört das endlich auf? Wenigstens liegt mein Freund neben mir <3 In seinen Armen finde ich Trost und allein ihn anzusehen beruhigt mich. Häufig denke ich, dass die Welt um mich herum so grau geworden ist, aber bei solchen Gedanken bin ich wütend auf mich, denn ich habe doch so viel wofür ich dankbar bin!
Morgen kommt meine Mama zu Besuch. Sie hat mich nun einige Wochen nicht gesehen und weiß nichts von dem Fresubin oder den Gesprächen mit dem Hausarzt und der Tagesklinik.Ich habe große Angst davor, dass sie sieht, dass ich weiter abgenommen habe. Heute morgen hat die Waage 44,2 kg angezeigt. Das klingt so niedrig Aber meine Beine sehen gar nicht so dünn aus. Eigentlich sind sie noch ganz schön stämmig. Deshalb hoffe ich, dass meine Mama nichts sieht wenn ich einen weiten Pulli trage. Auch das Fresubin darf sie nicht sehen, denn dann müsste ich ihr erklären, dass ihre Tochter eine Versagerin ist. Eine Versagerin, die es nicht einmal schafft mehr zu essen. Dabei sieht Essen immer so einfach aus! Die Leute tun es andauernd. Warum kann ich das nicht? Warum kann ich jetzt nicht einfach in die Küche gehen und mir einen Apfel nehmen, oder sogar ein Stück Schokolade? Ich schäme mich so dafür, so schwach zu sein.
Heute abend möchte mein Freund mit mir Essen gehen. Ich habe Angst vor der Speisekarte. Die Stimme erlaubt mir nur einen Salat ohne Dressing, oder eine kalorienarme Suppe. Manchmal versuche ich mich daran zu erinnern wie es früher war Essen zu gehen. Einfach die Speisekarte aufzuschlagen und zu bestellen was am leckersten klingt, völlig losgelöst davon wie viel Kalorien das vermutlich hat. Das muss schön gewesen sein...Ich wünschte diese Stimme in meinem Kopf würde einfach verschwinden und mich in Ruhe lassen. Irgendwie glaube ich nur, dass ich diese Stimme mittlerweile brauche. Sie gibt mir Sicherheit und das Gefühl die Kontrolle zu haben. Ich habe keine Talente, sehe meiner Meinung nach nicht sonderlich gut aus und ich fühle mich oft nutzlos. Aber abnehmen kann ich anscheinend. Selbst wenn ich eigentlich nicht abnehmen will, nehme ich ab. Das macht mir alles so wahnsinnig viel Angst Jeden Abend bete ich, dass alles gut wird und ich hoffe so sehr, dass der liebe Gott mich erhört.
7.10.16 16:45
 


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Cara (7.10.16 21:21)
Die Dinge, die du schreibst, bewegen mich sehr. Ich kann deine Ängste und Sorgen komplett nachvollziehen - mir ging es lange Zeit ganz genauso. Leider kann ich dir nicht sagen, was genau bei mir dazu geführt hat, dass es mir inzwischen besser geht, ich zunehme und das auch meistens ertragen kann. Irgendwann waren andere Dinge einfach wieder wichtiger als das nicht-essen. Ich finde es aber toll, dass du das mit der Therapie in Angriff nimmst. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du dadurch einen guten Weg für dich findest.
Sag bitte deinem Freund, wie unglaublich toll ich es finde, dass er dich so unterstützt und dass das sehr wichtig ist.
Ich wünsche dir/euch auch weiterhin ganz viel Kraft.

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